geteilte Insel
In den Straßen Berlins hat sich die weiße Eleganz des Neuschnees vom Jahresbeginn immer wieder in eine dreckig-glatte Schicht verwandelt – aufgetauter Matsch, der vermischt mit Großstadtmüll und Streusand wieder gefroren ist. Es taute und gefror, ab und zu bequemte sich Frau Holle, alles mit frischem Weiß zu überpudern, um ein wenig daran zu erinnern, wie herrlich die Winterpracht sein kann. Verflüchtigter Winterzauber, graue, gefrorene Gesichter, wohin man sieht. Bis zum Schluss bibberten wir, denn es ist sehr kalt in Berlin, aber es war auch sehr lange nicht klar, ob D. für eine Woche sein Projekt verlassen kann. Und immer lauter werdend ruft uns mit warmen Tönen Aphrodite. Wir sollen uns die herrliche Insel ansehen, auf der sie geboren wurde. Endlich ist es so weit und wir können nach Zypern fliegen. Donnerstag, 18. Februar 2010 In aller Ruhe frühstücken wir, packen die restlichen Sachen ein und starten in Schönefeld pünktlich 12.30 Uhr nach Zypern. Dreieinhalb Stunden später landen wir im 21°C warmen, sonnigen Larnaka und stellen unsere Uhren auf Ortszeit eine Stunde vor. Ein betörender, würziger, frischer Duft steigt in unsere Nasen, als wir das Flugzeug verlassen. Ich schließe die Augen und atme noch einmal tief ein. Ich rieche das Meer, den Duft der mediterranen Pflanzen, die Wärme der Sonne – Zypern scheint seinen eigenen Duft zu kreieren. Für uns riecht es vor allem nach Urlaub. Der Flughafen ist leer, schnell fährt ein Mini-Bus uns und 5 andere Paare...
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JanaJanka | 05.03.10 | geändert am 05.03.10